13.Spieltag – VfB Stuttgart – Union Berlin – Das besondere Auswärtsspiel

CHOREO! ❤️ – Bild via VfB.

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Die Mannschaft mit dem roten Brustring zu Gast im Auswärtsspiel bei den Eisernen aus Berlin.
Das Duell zweier echter Traditionsclubs, die ihre Regionen bewegen und für viele Anhänger mehr als nur eine Religion sind.
Sie ziehen die Massen an, auch wenn die Vereine „nur“ in Liga 2 spielen.
Ein Duell zweier Aufstiegsaspiranten.
Ein Duell auf Augenhöhe.

Die Wochen vor dem Auswärtsspiel in Berlin :

Der VfB kam mit breiter Brust nach Berlin, da die letzten 3 Spiele allesamt gewonnen wurden und auch der wichtige Derby Sieg gegen den KSC zusätzlichen Auftrieb gab.
Union Berlin ging in das Spiel mit dem Druck aus zuletzt zwei Niederlagen gegen Kaiserslautern und Düsseldorf.

Die erste Halbzeit im Auswärtsspiel:

Die erste Halbzeit verlief genauso wie man es sich als Stuttgart Fan gewünscht hatte.
Ein frühes Tor durch Terodde in der 3 Minute und eine sichere Mannschaftsleistung, die kaum Chancen zu ließen.
Die Dreierkette hinten drin hielt und verschob gut gegen den Ball.
Frühes Pressing und aggressives Verteidigen sorgten für eine ruhige erste Halbzeit nach dem erzielten Tor.
Die Stuttgarter spielten ohne aufblühende Kreativität oder Geschwindigkeit, stattdessen wurde der sichere Ballbesitz geschürt und abgewartet wie der Gegner reagieren würde. Es wurde nicht konsequent und mit überstrahlender Wucht auf das zweite Tor gespielt, stattdessen plätscherte das Spiel in einem kleinen Rinnsal dahin.
Ein Sturmlauf der erbosten Union Spieler blieb aus und eine sichere Abwehrleistung mit gutem Pressing wog die Spieler mit dem roten Brustring in wohliger Sicherheit.
Allein die Tatsache dass die Mannschaft sich ein wenig selbstzufrieden und sorglos nach dem Tor gab, ließen Restzweifel übrig. Zu oft hatten Fans und Verantwortliche mit ansehen müssen, wie die Mannschaft nach einem Tor die Zügel schlaf herunter hängen lies und es so nicht geschafft hatten den „sicher geglaubten Sieg“ einzufahren.

Hannes Wolf schien aber ein Trainer zu sein, der das Letzte aus den Spielern heraus zu holen schien, ähnlich wie Huub Stevens es vorgemacht hatte.
Mit gestiegener Selbstzufriedenheit und ein Stück erarbeiteter Arroganz und Sorglosigkeit ging es für das Team aus Bad Cannstatt in die Halbzeitpause.

Die zweite Halbzeit im Auswärtsspiel:

In der zweiten Halbzeit wurde aus dem leisen Fünkchen Zweifel, eine gleißende Flamme der Gewissheit.
Der VfB hat sich nicht geändert. Union kam mit loderndem Einsatzwillen und aufbrandender Unterstützung von den Rängen zurück ins Spiel und stellte die Mannschaft mit dem roten Brustring vor große Probleme. Die Unsicherheit in allen Mannschaftsteilen war unverkennbar und löste Schweißausbrüche vor Angst bei vielen mitgereisten Fans aus.
Von der eigenen Aggressivität und Spieldominanz aus der 1.Halbzeit war nicht mehr viel übrig geblieben.
Hannes Wolf hatte alle Hände voll zu tun die Schwaben wieder auf Kurs zu bringen.
Die es zum Glück schafften, aus dem 1:1 noch etwas Mut zu ziehen und das Spiel zu einem offenen Schlagabtausch über die letzten 15 Minuten zu gestalten. Das jedoch keinen klaren Sieger fand.

Das Auswärtsspiel in Berlin ist abgepfiffen:

Nach 90 Minuten kann der VfB Stuttgart zufrieden sein, nach dem kurzen Mittagsschlaf in der 2.Halbzeit mit dem Schrecken davon gekommen zu sein. Nach der zweiten Halbzeit war das Unentschieden schmeichelhaft, da die Leistung konträr zur ersten Halbzeit verlief.
Hoffentlich hat dieses Ergebnis die Mannschaft als Weckruf angesehen, nicht in alte Tugenden und Unsitten zu verfallen, sondern auch sichergeglaubte Spiele in der 2.Liga ernst zu nehmen.
Jetzt liegt der Cannstatter Brustring auf Platz 2, aber nur noch 1 Punkt hinter Braunschweig und nächste Woche geht es gegen den Club aus Nürnberg.

Danke VfB-bilder.de für das Foto