18.Spieltag – VfB Stuttgart – FC St.Pauli – Geisterbahn der 2.Bundesliga

18.Spieltag der 2.Bundesliga.
VfB Stuttgart v St.Pauli.
Der Spielertunnel von St.Pauli ist wie der Eingang zu einer Geisterbahn.
Der Vorhof zur Hölle.

Alles ist komplett in schwarz gefärbt und die Wände sind über und über mit rotleuchtender Schrift überzogen.
Das Gefühl der Angst und Beklemmung überkommt die Spieler, wenn sie durch diesen Tunnel auf das Feld laufen.
Es weckt Furcht, Angst und Panik bei gegnerischen Spielern, wenn sie sich auf den Weg ins Stadion machen.
Diese Einschüchterung durch die Geisterbahn St.Pauli wird die Spieler das ganze Spiel über begleiten.

1. Halbzeit in der 2.Bundesliga:

Die Männer mit dem roten Brustring sitzen in ihren Wagons und mit dem Anpfiff setzt sich ihre Fahrt durch die Geisterbahn in Bewegung.

Der Anfang ist noch sehr leicht und wenig schauerlich. Gut gelaunt grölen die Stuttgarter Spieler durch die Hallen und Gänge. Viele gute Flanken segeln in den gegnerischen Strafraum, doch wirkt Terodde gefangen zwischen den Spinnenweben und Kraken der Kitz-Kicker. Er hat keine Chance sich der Angststarre zu entreißen und bleibt Blass vor Angst und fehlender Torgefahr. Mit jedem neuen Gang den die furchtlosen Stuttgarter betreten, steigern die St.Pauli Spieler ihr Potential und erschrecken die Abwehrspieler mit guten Pässen von hinten.

2.Bundesliga VfB Stuttgart
Immer wieder blitzt und flackert es vor den beiden Toren auf, doch keiner dieser Schockmomente kann einen der Torhüter ängstigen. Die Wagons mit den Stuttgartern nehmen weiter an Fahrt auf, doch die gespenstischen Spieler aus Hamburg bleiben unbeeindruckt und verziehen keine Miene. Am Ende der ersten Halbzeit lacht und grölt kein Stuttgarter mehr. Die Geisterbahn St.Pauli hat ihnen deutlich zugesetzt, auch wenn noch kein Tor gefallen ist.

Besonders schreckhaft ist die Abwehr des VfB, die bei jeder kleinen Spinne aufschreit und das Fußballspielen vergisst. Aber auch die Offensive duckt sich ab und beginnt zu quicken, wenn wieder ein bulliger St.Pauli Verteidiger auf sie zu rast. Immer wieder halt es von den Wänden wieder: „St.Pauli! St.Pauli!“.
Ein ohrenbetäubender Lärm der auch den Führungsspielern durch Mark und Bein geht.

Ganz Vorsichtig tasten sich alle VfB Spieler durch die dunklen Gewölbe und suchen nach dem Ausgang zum Tor.
Jedoch ist die fehlende Geschwindigkeit und Risikobereitschaft ein großer Faktor, dass sie immer weiter in die Fänge und Klauen der St.Pauli Spieler geraten. Diese lassen sie immer weiter in die eigenen Sitze rutschen und die Augen zukneifen. Ein nie enden wollender Hagelsturm aus Lärm, Fangesängen und Eckbällen prasselt auf sie nieder und nur mit Mühe können sie ihr Panik unterdrücken. Dann endlich hören sie die liebliche und zauberhafte Stimme von Hannes Wolf und folgen ihr in Richtung Kabine.

2.Halbzeit in der 2.Bundesliga:

Hannes Wolf spricht seinen Mannen Mut zu, zeigt ihnen wie stark und selbstbewusst sie einst waren und wie weit sie schon in der Geisterbahn St.Pauli voran gekommen sind.
Mit neuem Tatendrang und Mut beginnen die Spieler mit dem roten Brustring sich weiter durch das Labyrinth des Horrors zu machen.
Schaurig schöne Fehlpässe gelingen ihnen zu nächst nur, doch der Glaube an sich selbst reift in ihnen.

Schritt um Schritt wagen sie sich nun durch die dunklen Katakomben, einem unsichtbaren Licht folgend Richtung Tor.
Die Monster und Kreaturen von St.Pauli merken, dass die Mannen vom Neckar mutiger werden und sich nicht mehr so leicht einschüchtern lassen. St.Pauli bietet nochmal alles an Grusel und Torgefahr auf, was sie unter ihrer Hockey Maske zu bieten haben. Mit Axt und Gloria versuchen sie dagegen zu halten und treiben die Gegner mit ihren Psychosen in den Wahnsinn. Sie kämpfen, brüllen und zerfleischen sich die Fratzen um jeden Ball.
Lauter und Lauter dröhnt aus den Gewölben und Katakomben des Stadions: „St.Pauli! St.Pauli!“.
Dazu ertönt in ohrenbetäubender Lautstärke Hells Bells von ACDC.

2.Bundesliga VfB Stuttgart
Das alles lässt die Stuttgarter aber immer weniger beeindrucken und erschrecken. Sie ziehen weiter Kraft aus der sinnlichen Stimme von Hannes Wolf und verstehen immer mehr die Gesetze der Geisterbahn. Klug und mit Vorsicht bewegen sie sich weiter, immer eine Hand voraus um mögliche Angriffe abzuwehren und selbst zu punkten. Dann endlich nach 84 Minuten erblicken Ginczeck, Terodde und Mane das grelle Licht des gegnerischen Tores. Mit 7 Meilen Stiefeln erklimmen sie den Berg aus Totenköpfen und wie aus dem Nichts steht Mane alleine vor dem Torhüter, schiebt den Ball durch dessen Hosenträger und reißt das Loch zum Ausgang auf.

Gleißendes Licht fällt tief in die Gewölbe der Geisterbahn St.Pauli und alle Kreaturen vom Kiez werden bis ins Mark erschüttert und weichen keifend vor dem Tageslicht zurück.
Die Stuttgarter kreischen vor Freude und rennen dem Licht entgegen, niemand hat mehr Angst oder Furcht.
Nur noch Freude über das Ende mit Schrecken .

Abgepfiffen in der 2.Bundesliga:

Mit einer brutalen Teamleistung gewinnen die VfB Spieler den Kampf gegen St.Pauli und holen verdient 3 Punkte. Viele Flanken und Chancen endeten im Nichts. Zudem zu viele Fehlpässe und Unkonzentriertheiten im Spielaufbau.
Am Ende haben wir glücklich gewonnen, was vor allem am Siegeswillen und Einsatzbereitschaft lag.
Jeder hat alles gegeben und 90 Minuten Kampf um jeden Ball abgeliefert.
Es gibt noch viel zu verbessern für Hannes Wolf, jedoch waren diese 3 Punkte wichtig und verdient für den VfB Stuttgart.

Wer nach dieser Gruselstunde etwas Entspannung benötigt,sollte in die Podcasts Rund um den Brustring und Brustringtalk reinhören
Danke auch an VfB-Bilder.de für die Bilder vom Spiel.

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