25. Spieltag – VfB Stuttgart – Greuther Fürth – Die Holzhacker aus Fürth gegen die Stuttgarter Pfadfinder im Aufstiegskampf

Mit Wut im Bauch fuhren die Stuttgarter Spieler zum Auswärtsspiel in Fürth.
Nur 2 Unentschieden aus 2 Spielen standen zu Buche und es benötigte einen Sieg um weiter sicher an der Tabellenspitze zu stehen. Union, Braunschweig und Hannover saßen den Schwaben tief im Nacken.
Hoher Druck und hohe Intensität im Spiel prognostizierte Hannes Wolf im Vorfeld des Spiel, verlieren war verboten.

1. Halbzeit im Aufstiegskampf

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Die grobschlächtigen Holzacker aus Fürth betraten mit viel Selbstbewusstsein das Grüne Idyll der Arena und wetzen schon mal die Klingen für den heißen Kampf auf dem Feld.
Die Stuttgarter Pfadfindergruppe „Fähnlein Fieselschweif“ hingegen lief nur widerwillig aufs Feld und wollte lieber noch weiter am gemütlichen Lagerfeuer der Kabine sitzen und den taktischen Sommernachtsliedern von Hannes Wolf lauschen.

Vom Anpfiff an zeigten die Stuttgarter Pfadfinder keine Scheu davor sich öffentlich demütigen zu lassen. Die Fürther Holzhacker waren besessen davon das Stuttgarter Aufbauspiel nieder zu strecken und klein zu sägen. Mit aller Wucht und Mut des einfachen Waldarbeiters gingen sie in den Dschungel des Spiels und fällten Abwehr Eichen und Stürmer Lärchen. Die Stuttgarter mimten dabei nur die markierten und kranken Bäume, die eh bald zusammenbrechen würden. Ohne Dynamik, ohne Spielkontrolle und ohne Geschwindigkeit waren sie nur die alten verkümmerten Dornenbüsche, die ab und zu die Fürther am Arm kratzen, aber nie Schaden anrichten konnten, geschweige denn Wirkungstreffer erzielen konnten.

Das Führungstor als Brandrodung im Aufstiegskampf

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Die Fürther dagegen schwingen unentwegt ihre geschärfte Axt und konnten in der 9.Minute die erste große Brandrodung als Erfolg verbuchen. Das war ein echter Wirkungstreffer und die Stuttgarter rannten in Panik vor dem Feuer durch den tiefen Wald des Spielfeldes, ohne Sinn und Verstand. Die Tiere des Waldes fliehen vor dem Feuer und die Stuttgarter taten es ihnen gleich.
Führungsspieler wie Gentner oder Insua die sich dem lodernden Feuer der Brandrodung und dem ohrenbetäubenden Aufheulen der Motorsägen hätten stellen sollen, versteckten sich lieber im moosbedeckten Unterholz und zitterten vor Angst.

Die Fürther Waldarbeiter konnten immer tiefer in den Wald vorstoßen und mit einem frohen Lied auf den Lippen drischten Sie Flanke um Flanke vor das Stuttgarter Tor.
Die Stuttgarter waren eher daran gewöhnt ihr weiß rotes Ballet im Wald aufzuführen, kleine Schleifchen in des Gegners Beine zu zaubern und mit etwas Feenstaub den Ball ins Tor zu servieren.
Doch das ließen die groben Fürther zu keiner Minute zu, mit Brutalität und Härte wurde das kleine zerbrechliche Pflänzchen des Stuttgarter Passspiels niedergetrampelt und ausgerottet.
Ganz so wie sie es brauchten, für ihr Verständnis von Fußball.

Nach 45. Minuten bot Hannes Wolf seinen verängstigten Tierchen Unterschlupf in seiner kleinen beschaulichen Waldhütte. Diese bot wenigstens rudimentären Schutz vor den Gefahren der Umwelt und Hannes Wolf konnte seine Spieler pflegen und aufpäppeln.

2. Halbzeit im Aufstiegskampf

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Mit neuem Mut und Tatendrang lief die Stuttgarter Pfadfindergruppe „Fähnlein Fieselschweif“ wieder auf den Platz. Hannes Wolf hatte sie aufgebaut, gestärkt und ihnen Hoffnung auf ein Unentschieden gemacht.

Aus der Fürther Holzhacker Truppe wurde jedoch in der zweiten Halbzeit die Familie rund um Förster Rombach. Die Stuttgarter konnten jedoch keinen Nutzen daraus ziehen. Weder die taktischen Überlebenstipps, noch der provisorische Spielaufbau konnte ihnen Sicherheit, Selbstvertrauen und Mut zurück bringen.

Wie ein scheues Reh tasteten sie sich langsam und vorsichtig immer näher an den gefüllten Futtertrog des Unentschieden heran und sprangen panisch davon, wenn sie einen Gegenspieler nur erahnen konnten. Förster Rombach aus Fürth hielt immer wieder seine Hand mit Futter hin, aber die Stuttgarter Rehe waren nicht zielstrebig und abgebrüht genug, diese Geschenke anzunehmen.
Umso länger das Spiel dauerte umso zutraulicher wurden die Fürther Förster.

Aber die Angst davor die Tabellenspitze abzugeben, lähmte die Männer mit dem roten Brustring zunehmend.
Allein die Vorstellung ließ Sie erschaudern und erzittern wie Espenlaub. Keine ihrer erlernten Tanzschritte aus dem Ballettunterricht ließ sich mehr aufführen und auch keine Pfadfinder Grundregel konnte mehr aufgesagt werden. Die drohende Niederlage hatte sich in die Köpfe der Schwaben gesetzt und überstrahlte alle Denkprozesse und fußballerischen Überlegungen.

Hannes Wolf stand verzweifelt an seiner Waldhütte und musste mit ansehen, wie seinen Spieler mit dem Schlusspfiff tot zu Boden fielen.
Keine Regung, kein Überlebenskampf, keine Motivation über die gesamten 90 Minuten.

Der Aufstiegskampf ist abgepfiffen:

Absoluter Tiefpunkt in dieser Saison.
Kein Kampf, kein Wille, kein Bock aufzusteigen.
Dieses Spiel hat viel kaputt gemacht, was der VfB sich in den letzten Monaten aufgebaut hatte.
Nur noch 3 Punkte bis Platz 4.
Unfassbar was die Spieler da abgeliefert haben, vor allem in der ersten Halbzeit.
Keine Regung, kein Überlebenskampf, keine Motivation.

Hannes Wolf und seine Mannen haben jetzt zum Glück genug Zeit das Spiel aufzuarbeiten und zu analysieren, um in 2 Wochen eine bessere Leistung zu zeigen. Dann geht es gegen Dynamo Dresden und da muss gewonnen werden!

Danke an RundumdenBrustring.de, Vertikalpass.de, VfB-Bilder.de und Madpxl für eure Unterstützung.

Ein Gedanke zu “25. Spieltag – VfB Stuttgart – Greuther Fürth – Die Holzhacker aus Fürth gegen die Stuttgarter Pfadfinder im Aufstiegskampf

  1. Das war mal wieder genial kommentiert. Die Familie Rombach gefällt mir besonders gut. Der Blog macht Lust auf mehr.

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